PowerBärs beim Seenlandmarathon

Beim Seenlandmarathon rund um den Brombachsee gingen 3 der jüngeren PowerBärs über 42,195 Kilometer an den Start, allesamt Hauptklassenstarter unter 30 Jahren.
Bei ungewissen Wetteraussichten ging es um 9 Uhr an den Start, zwar war es noch etwas kühl, aber zumindest trocken. Im Laufe des Tages kam dann auch noch die Sonne raus, so dass der Lauf nicht nur landschaftlich schön abgerundet wurde, sondern auch mit gutem, sonnigen Wetter.

Das beste Ergebnis erzielte Peter Strauck mit einer Zielzeit von 03:26:05 und damit dem 3. Platz in der Alterklasse (Gesamt 29.). Direkt darauf folgte Tobias Gruber mit dem 4. Platz in der AK (Gesamt 48.) und einer Zeit von 03:32:17. Etwas abgeschlagen erreichte Florian Adolphi mit 04:19:32 das Ziel seines ersten Marathonlaufes und damit Platz 12 in der Alterklasse (Gesamt 163.).

Veröffentlicht unter 2017

3 Powerbärs beim Neumarkter Stadtlauf

Am Sonntag, den 17.09.17 starteten bei etwas kühlen Temperaturen, aber durchaus guten
Laufbedingungen 3 Powerbärs in Neumarkt. Thomas Ilgenfritz betätigte sich im Rahmen eines Trainingslaufes für eine Bekannte als Pacemaker, die zum ersten Mal die 10 km unter einer Stunde absolvierte.

Für Sebastian Krehn und Petra Ilgenfritz stand der Halbmarathon über 2 Runden zu je 10,5 km aufdem Programm. Nach nur wenigen Trainingskilometern war Krehn mit seiner Zeit von 01:37: 51 und einem 8. Platz in der Altersklasse durchaus zufrieden. Petra Ilgenfritz freute sich über einen gelungenen Vorbereitungslauf für den Frankfurt Marathon in 01:45:43. Sie kam als 14. Frau und damit 3. in ihrer Altersklasse ins Ziel.

Veröffentlicht unter 2017

PowerBär Philip Pasch qualifiziert sich für die Ironman WM 2018 auf Hawaii

Am 10. September startete PowerBär Philip Pasch beim Ironman Wisconsin in Madison. Dieses Quali-Rennen für den Ironman Hawaii musste Pasch wegen der schriftlichen Klausuren im Rahmen der zweiten juristischen Staatsprüfung an das Ende seiner Wettkampfsaison legen. Die (wichtigere) Vorbereitung auf seine Prüfungsarbeiten machte das Training für den Ironman schwierig, so dass lange nicht klar war, ob er fit genug für ein schnelles Rennen ist.

Ab 6:40 Uhr am Wettkampftag war dann aber keine Zeit mehr für Zweifel. Bei sonnigem Wetter aber noch kühlen Morgentemperaturen, die im Lauf des Tages auf 22 Grad anstiegen, konnte Pasch die 3,86km lange Schwimmstrecke in 1:08 Stunden abschwimmen. Die Rennräder warteten da schon im vierten Stock eines Parkhauses, der über einen Helix erklommen und mit dem Rad heruntergefahren werden musste. Bei der Radstrecke handelt sich laut Veranstalter um die anspruchsvollste aller Ironman-Radstrecken. “Rolling hills” und schlechter Asphalt bereiteten dabei auf den 2 Runden einige Probleme und machten das Rennen hart – aber fair. Schon nach 5 km verabschiedete sich der Tacho und damit ein wichtiger objektiver Anhaltspunkt für das Wettkampftempo. Die Trinkflaschen des Veranstalters waren zu klein für einen normalen Flaschenhalten und verabschiedeten sich auch sehr schnell. Gleichwohl konnte der PowerBär die 180km und 1900 Höhenmeter in 5:12 Stunden bewältigen – ohne zu wissen, auf welcher Position er sich befindet.

Die ersten Laufkilometer des hügeligen Marathons waren sehr einsam, da Philip Pasch erst nach 20 Minuten einen weiteren Mitstreiter sah. Durch die Wendepunkte konnte er jedoch später gut abschätzen, ob “Gefahr” von hinten droht bzw. ob eine Aufholjagd sinnvoll erscheint und er entschied sich für einen konservativen Lauf, der letztlich nach 3:20 Stunden endete.
Im Ziel wartete dann nach 9:50 Stunden die große Überraschung: Platz 2 in der Altersklasse M25 und damit einer der zwei Slots in dieser Altersklasse für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii im nächsten Jahr. Nach dieser Information konnte Pasch (Gesamtplatz 24 und 11. Amateur) die Niederlage gegen seinen Trainingspartner Stephan Weber (9:35 Stunden; Platz 3 M40), der für das Team Memmert startet und sich ebenfalls für Hawaii qualifizierte, sehr leicht verkraften und der 13.10.2018 für den nächsten gemeinsamen Showdown auf dem Alii Drive in den Kalender eingetragen werden.

Veröffentlicht unter 2017

PowerBärs beim Triathlon in Podersdorf

Letzten Sonntag sind drei Rednitzhembacher PowerBärs in Podersdorf am Neusiedler See (Österreich) gestartet, darunter auch die Familienstaffel Adolphi über die olympische Distanz. Schon am Samstag hatten Florian Adolphi und Sigi Bischoff bei der Halbdistanz (1,9 – 90 – 21km) Wettkampfluft geschnuppert. Und das auch noch bei angenehmen Temperaturen und trockenen Straßen. Adolphi belegte im Gesamtfeld der 614 Finisher Platz 332 mit seiner Endzeit von 5:15:35 Std. und Bischoff Platz 440 mit 5:34:22 Std.

Am Sonntag wurde es dann aber stürmisch bei kühlen 14 Grad. Florian Adolphi kannte die Schwimmstrecke jetzt schon vom Vortag und kam mit guten 25 Minuten für die 1,5 KM aus dem Wasser. Sein hochmotivierter Vater Gunnar musste auf der ziemlich flachen 39 km Radstrecke von Beginn an vollen Einsatz zeigen. Zunächst führte zwar die Strecke mit Rückenwind weg vom See, ging dann aber im Bogen wieder nach Podersdorf zurück, dann aber gegen den heftigen Wind. Mit sehr guten 1:05 Std. für die 39 KM konnte er schneller als erwartet den Staffelstab (Chip) an seine Frau Beate übergeben, die noch die 10 km Laufstrecke zu meistern hatte, und das mit 57 Minuten auch recht ordentlich erledigte. Mit einer Endzeit von 2:31 Stunden landete die sportliche Familie auf Platz 9 der Mixed-Staffeln.

Veröffentlicht unter 2017

PowerBär Karlheinz Renner beim Challenge Walchsee-Kaiserwinkel

Karlheinz Renner startete am 3. September bei der Challenge Walchsee ( Austria ).

Nach langer Vorbereitung kam alles anders als erwartet: bei 7° C Außentemperatur, Dauerregen und einer Wassertemperatur um die 17 Grad, checkten schon viele Teilnehmer aus der Wechselzone aus, oder verzichteten aufgrund widriger Bedingungen auf einen Start.

Das Schwimmen wurde aufgrund der Wetterverhältnisse auf 1,6 Km verkürzt, die er in beachtlichen 28:11 geschwommen ist.
Auch die Radstrecke wurde auf 68 Km verkürzt, da die steilen Abfahrten bei Regen erhebliche Gefahrenquellen aufwiesen.

Das Radfahrern absolvierte er in 2:05:51 Std, und zwischendurch sprang die Kette ab, was zu einem geringem Zeitverlust führte,
kam aber letztendlich ohne Sturz in der zweiten Wechselzohne an.

Der Wechsel zum Laufen klappte gut. Leider hatte er kein Gefühl mehr in den Füßen und Händen, was sich aber nach ein paar Km laufen
besserte. Daß Laufen ging gut und nach 1:37:44 und 21,1 Km überqerte er das Ziel in einer Gesamtzeit von 4:22:33, was ihm zugleich
den 2. Platz in der Altersklasse M55 sicherte.

Im Gesamtklassement bedeutet das Rang 98 der Herren.

Veröffentlicht unter 2017

Fünf Verwegene beim Abenteuer-Triathlon in Gerardmer

Es hätte auch noch schlimmer kommen können…..
Nach einem überwiegend sonnigen Freitag mit bis zu 20 Grad freuten sich die 4 PowerBärs Monika und Michael Löwl, Michael Sanftleben und Heiner Uhlmann samt dessen Gemahlin Dagmar Matthes (TSG08 Roth) zu früh. Am Samstag, dem Wettkampftag, wurden sie (und da stimmten die Wetterprognosen ausnahmsweise) von heftigen Regenfällen bei nur noch 9 Grad begrüßt.
So warf man sich einigermaßen desillusioniert gemeinsam mit über 1.450 anderen Ausdauerathleten in die angenehm warmen Fluten des malerisch gelegenen Lac de Gerardmer in Elsass-Lothringen, um die Auftaktdisziplin (1.900 Meter Schwimmen) zurückzulegen. Hatte auch der/die ein oder andere Schimmer(in) leichte Orientierungsprobleme aufgrund der minimalistischen Bojen-Markierung, so war die Schwimmerei (bei mittlerweile trockenem Klima) wahrlich die angenehmste Zeit an diesem grauslichen Septembertag.

Zurück an Land mussten dann erst einmal die reichlich gebunkerten Herbstklamotten (Ärmlinge, Beinlinge, Langarmtrikot, Windjacke, Überschuhe, Handschuhe) angelegt werden – nicht, ohne sich vorher gewissenhaft abgetrocknet zu haben. Aber dann ging es auch schon über die matschige Wiese zu den frisch gewaschenen Bikes.
Die Summe der Wechselzeiten von weit über hundert Teilnehmern (inklusive der 4 Powerbärs) betrug dann auch mehr als die gesamte Schwimmzeit der Topathleten (22 bis 24 Minuten). Aber nur so konnte diese Schlacht überlebt werden.

Was kam da für eine Freude auf, als es überraschenderweise auf den ersten beiden Runden der äußerst anspruchsvollen Radstrecke (93 km mit 1.900 Höhenmetern) trocken blieb – abgesehen von der pitschnassen Fahrbahn – und immerhin 12 Grad „warm“. Dafür schlug der Wettergott in der 3. Radrunde nochmal gnadenlos zu. Mehrere extreme Schauer, teils mit Hagel gespickt und ein Temperatursturz auf 5 Grad forderten eisernes Durchhaltevermögen.
Glücklicherweise sturz- und pannenfrei zitterten sich die 5 Sportfreunde aus Mittelfranken in die 2. Wechselzone, wo man wegen klammer Finger und Extremzitterns auch wieder lange Verweilzeiten verbuchen musste.

Die 3 Laufrunden um den See (insgesamt 21,1 km) waren zum Ende des Wettkampfes dann wieder sehr angenehm – sieht man einmal davon ab, dass man dauernd durch Wasserpfützen stapfen musste. Zudem wurde man vom Veranstalter 4 mal über 3 abenteuerliche Holzbrücken gejagt (zusammengenagelte Palletten-Gestelle mit einigen morschen Brettern, die schon in der 1. Laufrunde repariert werden mussten). Auch über eine im See schaukelnde Holzfloß-Konstruktion durfte jeder Läufer 4 mal jonglieren. Wahrlich ein Erlebnis!

Am Ende des Tages hatten dann die 4 PowerBärs im Wasser-, Wind- und Regenschatten von Dagmar Matthes, die ihre Altersklasse W45 mit großem Vorsprung gewann (Endzeit 6:13:37 Std., Gesamtplatz 500) auch ihr Tagwerk vollbracht.
Heiner Uhlmann gewann ebenfalls seine Altersklasse M60 mit 6:38:31 Std. (Platz 772), Michael Sanftleben landete auf Rang 965 mit seinen 6:56:29 Std., Michael Löwl kam als 1031. ins Ziel (7:06:41 Std.) und seine Ehefrau Monika hatte als 5. ihrer Altersklasse W50 nach 7:35:53 Std. Feierabend.
Nach einer heißen Dusche wurde übereinstimmend festgestellt, dass man einen richtig „geilen“ Wettkampf gemeistert hatte – dank toller Organisation und guter Endverpflegung mit heißer Suppe und Flammkuchen. Als zusätzliches „Zuckerl“ gab es dann auch noch für die AK-Sieger Radtrikot, Helm und freien Startplatz für das nächste Jahr.

Veröffentlicht unter 2017

PowerBärs (and friends) beim Triathlon in Beilngries

Beim 2. Bühler Beilngries Triathlon waren die Rednitzhembacher PowerBärs mit einer 9-köpfigen Abordnung vertreten. Bei sonnig-heißen 33 Grad starteten 5 Athleten über die olympische Distanz (1,5 – 40 – 10km), der Rest über die Sprintdistanz von 750m – 24 km – 5 km.

Tagesschnellster PowerBär über die längere Distanz war Michael Ströhlein, der durch einen tollen 10-km Lauf (in 44:22 min.) noch seine Vereinskameraden distanzieren konnte. Mit seiner Endzeit von 2:29:01 Std. landete er auf Gesamtplatz 116. Karlheinz Renner musste wohl zum Ende des Rennens gewaltig leiden, fast eine Stunde für die 10 km (58:34 min.) brauchte der Charly wohl bisher noch nie. Mit 2:31:37 Std. kam er als 133. ins Ziel. Auch Michael Sanftleben kam nach eigener Aussage total platt nach 2:35:48 Std. auf Rang 167 im Ziel an. Bernd Hilneder und Alexander Koller mussten gar ein „DNF“ in ihr persönliches Wettkampfbuch schreiben

Auf der Sprintdistanz durften sich 3 PowerBärs sogar über Podestplätze freuen. Beate-Monika Wiemann war hier als Schnellste des Vereins nach 1:23:31 Std. als 3. der W45 im Ziel angekommen (Gesamtplatz 72). Christa Ditterich kam als 2. der W50 nach 1:33:35, Rudi Buresch als 3. der M55 nach 1:24:32 und Claus Ditterich als 13. der M55 nach 1:33:45 über die Finishline.
Bei der stimmungsvollen Veranstaltung mit sehr guter Organisation konnten auch die befreundeten Athleten der TSG Roth voll überzeugen. Lena und Melanie Rock sowie Tim Brandes gewannen allesamt ihre jeweiligen Altersklassen.

Schon vor der Hitzeschlacht war die erste Herausforderung zu bestehen – bei 33 Grad in den Neoprenanzug zu schlüpfen. Dafür sorgte das kühle Kanalwasser dann für eine angenehme Abkühlung. Die Radstrecke, die über 4 Runden ging, war absolut flach. Ein Hochgenuss für die „Drücker“. Und auf der knallheißen Laufstrecke sorgten dann viele Anwohner mit Rasensprengern dafür, dass den Wettkämpfern nicht die Köpfe platzten.

Veröffentlicht unter 2017

PowerBär Philip Pasch beim „Challenge for two“ in Regensburg

Philip Pasch ging am 13. August spontan bei der Erstausgabe des “for Two” – Formats im Rahmen der Challenge Regensburg mit Mona Linder für das Team PowerBärs Rednitzhembach an den Start, nachdem krankheitsbedingt ihre ursprünglichen Partner ausgefallen sind.
Beim “for Two” Wettbewerb teilen sich zwei Athleten eine Langdistanz auf und warten jeweils, bis der andere seinen Part absolviert hat. Für die 1,9 km lange Schwimmstrecke benötigte Philip Pasch 32:51 Minuten. Die Radstrecke von 90 km konnte Philip in 2:23 Stunden abfahren. Nach einer Wartezeit von 3 Stunden lief er den Halbmarathon in 1:19:10 Stunden, was gleichzeitig die schnellste Halbmarathonzeit des Tages war. Mit einer Gesamtzeit von 10:25:52 Stunden erreichte das Team den 21. Platz in der Mixed-Wertung.”

Veröffentlicht unter 2017

PowerBärs radeln kreuz und quer durch die Pyrenäen

Die Rednitzhembacher PowerBärs Manfred und Willi Braun, Dagmar Matthes und Heiner Uhlmann, Danielle Bartes und Uwe Reinwand, Gunnar Adolphi, Joe Suljewic, Michael Sanftleben, Peter Schug, Bernd Lohmüller, Christian Pickl und Günter Lauterbach, verstärkt durch Radfreund Josch Kneifel aus Nürnberg, kamen letzte Woche von einer aufregenden Radreise zurück.
Auf nicht ganz alltägliche Art und Weise wurden die Pyrenäen dieses Jahr unter die Reifen ihrer Rennmaschinen genommen. Während Manfred Braun, Heiner Uhlmann und Joe Suljewic den Begleitbus mit den 14 Bikes samt großem Gepäck zum Startort ins südfranzösische Toulouse schaukelten, flogen die restlichen 11 Mitglieder des sehr harmonischen Radteams mit der Lufthansa ein.
Nachdem der Kleinbus auf einer Wiese in Muret (30km südlich von Toulouse) entladen worden war, wurden die 11 Fluggäste am Donnerstag, 27.7. nach ihrer Landung am Airport abgeholt, verladen, und auf abenteuerlicher Route durch die Weinberge geschüttelt. Nach dieser kurzen Irrfahrt per Auto ging’s dann aber für die nächsten 10 Tage ab 15:30 Uhr störungsfrei auf den Drahteseln weiter (einer musste natürlich abwechselnd an das Steuer des Begleitbusses).
Die erste Nachmittagsetappe – bei sehr starkem Rückenwind und sonnigen 25 Grad – führte zunächst 70 km flach durch das Arriège-Tal und zum ersten Stopp an der uralten Felsenkirche von Vals. Durch eine Verfügung des Papstes Pius IX. aus dem Jahre 1854 ist die Wallfahrt nach Vals mit einem vollständigen Ablass aller Sündenstrafen ausgestattet. So erleichtert rollte der Tross weiter ins malerische Mirepoix. Über die ersten Hügel mit dem Col de Charcany (satte 571 m hoch) und dem Col de Py wurde recht spät am Abend der erste Etappenort Foix erreicht. Die ersten 112 km und 900 Höhenmeter waren damit schon mal geschafft.

2. Tag / Freitag, 28.7. (Foix -> Saint-Lary)
Von Foix startete man noch bei angenehmen 26 Grad und leichter Bewölkung, später führte dann die Route auf schmalen Pfaden (und fast ohne Verkehr) stetig auf und ab hinein in die nebligen Höhenlagen mit nur noch 18 Grad oberhalb von 1000 Metern. Im Westen wartete zunächst der Col des Marrous (990m), dann der Sommet de Portel (1.485m), der Col de Saraillé (862m) und schließlich nach der langen Abfahrt nach Oust noch der Col de la Gore (1.395m) auf die sportlichen Mittelfranken. Im Tagesziel, dem malerischen Bergdorf St-Lary, waren weitere 110 km und 2.500HM bezwungen.

3. Tag / Samstag, 29.7. (St-Lary –> St-Lary-Soulan)
Eine Hitzeschlacht bei wolkenlosen 30 Grad über 6 Cols bescherte diese grandiose Tagesetappe. Über den Col de Portet d’Aspet (1.069m), wo bei der Tour de France 1995 Fabio Casartelli tödlich verunglückt war, weiter zum Col de Buret (599m) und Col des Ares (797m) ging es runter ins Tal der Garonne. Dann wartete mit dem Port de Balès (1.755m) eine wunderschöne, aber hammerharte Strecke mit reichlichen Höhenmetern. Nach der Abfahrt Richtung Bagnères-de-Luchon musste erst noch der Col de Peyresourde (1.569m) und zum Abschluss – endlich im Schatten – der Col d’Azet (1.580m) bezwungen werden. Das Tagesziel St-Lary-Soulan war nach 7 Std. im Sattel an diesem schweißtreibenden langen Arbeitstag und nach 122 km mit 3.600 HM endlich erreicht.
Belohnt wurde die Gruppe durch ein sagenhaftes Abendmenü bei Fabienne und Pierre, der als dauerschwitzender Hirschkeulenzerleger und Entertainer mit selbstgebrautem „Genepi“ wohl noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

4. Tag / Sonntag, 30.7. (Saint-Lary-Soulan –> Argelès-Gazost)
Nach lockerem Einrollen bei sonnigen 25 Grad startete hinter Arreau die Pass-Straße hoch zum Col d’Aspin (1.489m). Bei der Abfahrt nach Ste-Marie-de-Campan wurde es leider sehr neblig und kühl. Auch bei der dann folgenden Klettertour hoch zum Col du Tourmalet (2.115m), dem höchsten Punkt dieser Tour, verfolgte die Nebelsuppe die Radgruppe bis auf die halbe Höhe. Oben war es dann aber wieder wolkenlos (und auf der Passhöhe, aber glücklicherweise nur dort, wahnsinnig windig). Die 18 km Abfahrt nach Luz-St-Sauveur waren schon wieder angenehm warm. Durch die Gorge de Luz führten die letzten Kilometer schließlich nach Argelès-Gazost (weitere 92 km mit 2.500 HM).

5. Tag / Montag, 31. 7. (Argelès-Gazost -> Arette)
Die Traumtour hoch zum Col du Soulor (1.474m) und weiter zum wunderschön gelegenen Col d’Aubisque (1.709m) war leider zum Großteil wieder vernebelt. Bei nur 16-20 Grad wurde erst ab einer Höhe von 1.400m die dichte Suppe überwunden. Aber die Aussicht da oben war dann phantastisch – aus der undurchdringlichen Wolkenschicht erhoben sich majestätisch die Pyrenäen-Gipfel. Eigentlich wollte man da gar nicht mehr runter. Leider war auch die wunderschöne Verbindungsstraße zwischen Col du Soulor und Aubisque mehr zu ahnen als zu sehen. Über Laruns und Bielle (mit einer Geier-Zuchtstation) ging es wieder hoch zum Col de Marie-Blanque (1.035m) und runter nach Escot. Der Col d’Ichère (680m) und vor allem der finale Col de Lie (601m) mit seinen 17 %-Rampen forderte sämtliche Waden nochmal kräftig. Nach genau 100 km mit 3.200 HM war dann das Ziel in Arette erreicht.

6. Tag / Dienstag, 1. Aug. (Arette -> Musculdy)
Zur Königsetappe wurde zunächst in südlicher Richtung aufgebrochen, hinauf zum Col de Labays (1.351m) und weiter über den Col de Soudet (1.540m) zum Col de la Pierre St-Martin (1.760m). Wer geglaubt hatte, dessen finale 5 km mit durchschnittlich stets über 10 % Steigung wären die große Herausforderung dieses Tages gewesen, hatte sich gründlich getäuscht. Nach dem Morgennebel (mit nur 18 Grad) erwartete die Bergradler völlig überraschend hinter der spanischen Grenze strahlender Sonnenschein mit bis zu 30 Grad. Über Isaba schwitzten sie sich wieder hoch zum Port de Larrau (1.573m). Zurück im französischen Dauernebel mit Sichtweiten bis maximal 50 Meter und jeder Menge Schafe, Ziegen und Rinder (samt deren Hinterlassenschaften) auf der nassen Straße, wurden gute Bremsen hinunter nach Larrau gebraucht. Dann wartete schon der nächste Hammer – der Col Bagargui (1.327m), der auf den letzten 4 km immer 12-13 % Durchschnittssteigung aufwies (Rampen über 17 %). Aber das war’s immer noch nicht. Über den Col de Burdincurutcheta (1.135m) führte die Route in Richung St-Jean-Pied-de-Port. In Bastida folgten die Biker dann einem Wegweiser nach Hosta – das hätten sie besser gelassen. Hier lauerten – als Krönung des Tages – die Rampen (mit über 23 % Steigung) des Col des Palombières (614m); über eine schmale Mini-Strasse kämpfte man sich schließlich nach Hosta. Dann war endlich – nach satten 143km mit 4.600 HM – das Tagesziel, ein schönes Hotel auf dem Col d’Osquich (kurz vor Musculdy) erreicht.

7. Tag / Mittwoch, 2. Aug. (Ruhetag oder locker Ausradeln)
Ein heißer Sommertag mit über 30 Grad lockte fast die gesamte Mannschaft an den Hotelpool. Einige konnten es nicht lassen und radelten zwischen 30 und 120 km (mit bis zu 2.200 HM) in der Gegend herum. Auch am baskischen Nationalsport Pelota (eine Art Squash mit Holzschlägern auf großem Platz) übten sich ein paar Verwegene.

8. Tag / Donnerstag, 3. Aug. (Musculdy –> St-Jean-de-Luz)
Die erste Stunde bescherte an diesem Tag 20 Grad und Wolken, sehr angenehm bei den 15%-Rampen auf dem Weg nach St-Jean-Pied-de-Port. Ab diesem vor Jakobsweg-Wanderern überquellenden Wallfahrtsort führte die weitere Strecke (wieder bei sonnigen 30 Grad) nach St-Eienne-de-Baigorry und hinter dem Col d’Ispéguy (672m) ein Stück durch Spanien. Über Bozate und Dancharia radelte man wieder über die Grenze.
Zurück in Frankreich lagen 2 sehenswerte baskische Dörfer mit schönen Fachwerkhäusern auf dem Weg, zunächst Ainhoa, dann Espelette. Leider war es jetzt vorbei mit den einsamen Landstraßen. Durch oftmals dichten Verkehr kämpften die Franken sich an die baskische Atlantikküste nach St-Jean-de-Luz durch (113 km, 2.100HM). Nach einem kühlenden Sprung in den Atlantik und 2 Stunden „Chillen“ wurde im Hotelgarten ein grandioses Menü aufgetischt.

9. Tag / Freitag, 4. Aug. (St-Jean-de-Luz -> San Sebastian)
Bei heißen 30 Grad rund um den heiligen Berg der Basken – „La Rhune“ – und durch das hügelige Hinterland von San Sebastian in die wunderschöne (leider extrem verkehrsreiche) Stadt. Zunächst führte die Etappe nach Ascain und Sare – am Bahnhof der „Kleinen roten Bahn“ vorbei, dann zum Col de Lizuniaga und ein letztes Mal über die spanische Grenze – das war’s jetzt endgültig mit Frankreich.
Im malerischen Baskendorf Bera ließen sich die Radfreunde von einer Horde Kinder aufhalten, die über einen unter der Brücke verankerten Baum über das Flussbett balancierten, bis sie ins Wasser plumpsten. Das mussten natürlich dann einige Radler auch probieren – unter dem Applaus der restlichen Bande. Etwas abgekühlt bezwangen sie die letzten Hügel des Tages, über Lesaka zum Collado de Arichulegui verließ man die Provinz Navarra und erreichte Galizien, wo in einem netten „Biergarten“ Mittagspause gemacht wurde. Durch die Vororte von San Sebastian und hoch zum Hotel am Monte Igueldo war mal wieder verstärkte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gefragt. Nach dieser Kurzetappe von 88km (mit 1.600 HM) konnte noch am Nachmittag per Bus in die Innenstadt zum Bummeln und Tapas essen gefahren werden – bei fast 30 Grad und wolkenlosem Himmel.

10. Tag / Samstag, 5. Aug. (San Sebastian –> Derio / Bilbao)
Und der Wetterbericht stimmte doch : zum Abschluss gab es noch einen grauen Tag -Radfahren mit Nebel und Dauerregen bei kühlen Temperaturen.
Vermutlich ging es durch herrliche Landschaften, grüne Hügel, schöne Küstenstädte mit Traumstränden und Wälder mit Eukalyptusbäumen und Riesenfarnen – Regenwald eben. Immer am Golf von Biskaya entlang nach Igeldo und Orio, über Zarautz, Getaria, Zumaia, Arroa-Bekoa, Itziar nach Deba. Dann weiter nach Mutriku und Ondarroa bis Lekeitio. Dann ins Landesinnere über Ugaran, Aulesti und Arbatzegi zum Balcón de Bizkaia (leider auch nichts zu sehen). Weiter über Aiutria ins Tal des Rio Oka. Dann über Lezama und San Martin de Arteaga zum Endziel Derio (bei Bilbao).
Das waren nochmal 128km mit 1.800 HM. Die heiße Dusche und ein kräftiges Abendessen hatten sich die harten Regenradler wahrlich verdient.

11. Tag / Sonntag, 6. Aug. (Heimreise ab Bilbao)
Nach dieser beeindruckenden Radtour mit insgesamt fast 1.100 km und über 25.000 Höhenmetern konnte bei einem gemeinsamen Bummel durch Bilbao noch etwas entspannt werden. Die 12 Heim- bzw. Weiterflieger verabschiedeten sich am Nachmittag Richtung Flugplatz, die beiden „Sherpas“ Braun und Uhlmann chauffierten den vollbeladenen Kleinbus bis Dienstag Abend zurück in die Heimat.
Und das Beste : bis auf einen Plattfuss und 3 leichte „Absitzer“ ist nichts passiert.

Veröffentlicht unter 2017